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mit The Capital Dance Orchestra, Bootleg Dezember 2012
"Das letzte Stück" war das erste Stück, das der Arrangeur Jonas Schoen für diese Besetzung umgeschrieben hatte.
Und, ja, der da steppt, ist Bodo selbst.
Bodo und das Orchester werden bald wieder gemeinsam auftreten, freut Euch drauf.
Ich trage ja bisher immer ganz leger
den Kragen meines Hemdes offen über dem Revers.
Jetzt heiratet ein Freund von mir in ein paar Tagen
und ich soll da zum ersten Mal Krawatte tragen.
Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte.
Wie zum Teufel bindet man bitte 'ne Krawatte?
Früher hat es so ein Problem
in meinem Leben nicht gegeben.
Das Schöne ist, dass ich so manch ansprechende Frau
mich inzwischen auch mal anzusprechen trau.
Das Problem, das ich jetzt aber mit den Miezen krieg:
ich duze sie, sie siezen mich.
Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte.
So hol ich mir 'ne Abfuhr ab, und zwar 'ne glatte.
Früher hat es so ein Problem
in meinem Leben nicht gegeben.
Ich habe mich schon immer über Post gefreut.
Heute krieg ich eher E-Mails. Und zwar deutlich
mehr als früher. Doch in den meisten geht es um
Viagra und Penisverlängerung.
Probleme, die ich früher noch nicht hatte,
eine mit lauter Müll verstopfte Festplatte.
Früher hat es so was wie Spam
in meinem Leben nicht gegeben.
Wenn ich auch sonst ein ziemlich schlimmer Finger bin,
beim Pipimachen setze ich mich immer hin. Immerhin.
Doch kommt es vor, dass mein Mobiltelefon
mir aus der Hosentasche rutscht und... man ahnt es schon.
Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte.
Ob mir wohl mein Anbieter mein Handy erstattet?
Früher hat es so ein Problem
in meinem Leben nicht gegeben.
Ich geh in 'nem Café in Berlin-Mitte
an die Theke und sage: „Einen Kaffee, bitte!“
Hinter der Theke steht 'ne Kellnerin,
sie lächelt mich an und fragt: „Welchen denn?
Caffè Latte plus Sirup oder Cappuccino?
Espresso, Caramel Macchiato, Frappuccino?
Extra Shot Caffè Latte, Caffè Mocha White?
Das Ganze gibt’s natürlich auch blended oder light:
Decaf.“ „Äh, was?“ „Entkoffeiniert.
Und die Milch dazu gibt es auch fettreduziert,
low fat, no fat, laktosefrei
oder Soja. Vielleicht noch etwas Sirup mit dabei?
Vanille, Karamell, Macadamia,
Schoko, Haselnuss?“ „... Äh, ich nehm...“ „Wir ha-
ben auch noch den Coffee of the Week.“ „Ach so?“
„Oder French Press. For here oder to go?
Jetzt müssen Sie sich nur noch für die Größe entscheiden:
tall, grande oder venti - was darf es sein?“
Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte.
Früher sagte man noch „Milchkaffee“ und nicht „Latte“.
Ich sag zur Kellnerin: „Ich neh-
me, glaub ich, lieber einen Tee.“
Meine Freundin, mit der ich schon seit langer
Zeit zusammen bin, meinte neulich: „Ich bin schwanger.“
Ich sag: „Das ist ja toll!“ Da sagt sie zu mir:
„Stimmt. Das Kind ist aber nicht von dir.“
Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte.
Wenn ich den erwische, der dich... diese Ratte!
Früher hat es so ein Problem
in meinem Leben nicht gegeben.
Wie man sieht: Probleme habe ich zuhauf.
Das Beste wär vielleicht, ich häng mich einfach auf.
Doch meine Hoffnung schwindet. Statt eines Strickes findet
sich nur 'ne Krawatte an und ich weiß ja nicht, wie man die bindet.
Probleme, die ich früher schon mal hatte.
Wie zum Teufel bindet man noch mal 'ne Krawatte?!
Ich glaub, es wird so manches Problem in meinem Leben
immer geben.
Eine schönen Sammlung von herausgeschnittenen Patzern und Schnitzern vom Boden des Tonstudios bei "Zeigermann-Schmahl", wo seit jeher alle unsere CDs entstanden sind.
Bodo spricht über sein neues Lied Dein Duft, und selbstverständlich hört man auch viel von diesem Titel, bei dem neben Bodos Klavier und Stimme auch ein Bandoneon (Christian Gerber) erklingt.
16 Minuten lang quer durch die in Wirklichkeit 61 MInuten lange brandneue "Klaviersdelikte"-CD hören!
Die erste kostenlose Auskopplung aus dem brandneuen Album "Klaviersdelikte". Da es ein Studioalbum ist, konnte Bodo hier mit Gastmusikern spielen, die ihn auf Tour üblicherweise nicht begleiten können. In diesem Stück hört man Christian Gerber am Bandoneon.
Mir fall'n auf Anhieb dreizehn Gründe ein,
weshalb ich dich so reizend find’. Allein
die Art und Weise, wie du dich bewegst
oder wie du Haarsträhnen hinter deine Ohren legst.
Ich steh’ auf deine Locken und deine Haut.
Doch was mich regelmäßig locker von den Socken haut,
ist jedes Mal dann sehr deutlich wahrzunehm'
spätestens, wenn ich dich in die Arme nehm'.
Es liegt förmlich in der Luft:
dein Duft.
Und ich meine damit nicht etwa irgendein
Parfum oder Eau de Toilette — oh nein!
Denn kein Parfum der Welt riecht so gut
wie dein körpereigenes es tut.
Es gibt Frauen, die sich ziemlich ungestüm
mit erstaunlich teurem Parfum besprüh’n.
Du jedoch brauchst das nicht
und Gott sei Dank rauchst du nicht.
Zwischen dir und den anderen klafft eine Kluft:
dein Duft.
Es gibt nichts, was mich an dir so schier betört
wie der Duft, der unverwechselbar zu dir gehört.
Riech’ ich ihn, weiß ich, wo ich das Paradies find’.
Dein Parfum riecht so süß, Kind!
Schon ein Hauch davon macht mich schwach
und ruft erstaunlich machtvolle Gefühle in mir wach.
Ach, könnt’ ich dich doch nur in kleine Fläschchen füll'n
oder mich kurz mal in von dir getrag'ne Wäsche hüll'n,
auf dass er mich stets umgibt und niemals mehr verpufft:
dein Duft.
Mit der "SchönenGutenA-Band", die aus Frank Memmler (git), René Bosem (b) und Robert Memmler (dr) besteht, tritt Bodo öfter mal auf. Sie sind Spezialgäste in seinen Programmen und präsentieren mit ihm einige seiner bekannten Stücke im neuen Gewand.
Das nächste Mal wird sie beim großen "Ich denke, also sing' ich"-Abschiedskonzert im Hamburger Stadtpark am 31.8.2012 dabei sein. Das wird ein Fest.
Andrea, Andrea,
du bist meiner Minne Sinn. Ja du bist in excelsis dea.
Andrea, Andrea,
oh, du holde, edle Frau, ich wäre gerne dein Versteher.
Andrea, du bist toll,
ich weiß nicht, wie ich sagen soll,
ich finde dich auf alle Fälle voll wundervoll.
Andrea, Andrea,
Du weißt, wo mein roter Knopf is’, ja, du bist meines Kopfes
VerdreherIn, oh Andrea,
wenn das so weitergeht, dann muss ich dringend in die Reha.
Andrea, okay, ja
schon gut, ich gesteh’ ja,
ich käm’ dir gern, wenn du gestattest, ein wenig näher...
Andrea, Andrea,
bedauerlicherweise bist du ein ganz schön zäher
Brocken mit wundervollen lockenden Locken.
Und außerdem wohnst du in der Schweiz.
Aber ich bin Europäer. Zumindest
ist die Schweiz noch etwas näher
als so manch ein anderes Land, wie z.B. Nordkorea.
Andrea, ich wäa
deshalb sehr dafür, du kämest einfach hea.
Andrea, komm hea!
Zieh mit mir zusammen, und dann gehen wir zu IKEA.
Andrea, sag ja! Dann
würd’ ich nicht länger hadern.
Du bist das Andrealin in meinen Adern!
[Solo]
Andrea, Andrea,
seit ich dich kenn’, denk’ ich an keine andre mea!
Andrea, Andrea,
die andren sind okay, aber dich find’ ich okayer.
Andrea, wär’ ich Iason, dann wärest du Medea!
Wärst du ein Pelikan, dann wär’ ich gern ein Geha!
Und wärst du Papua, wär’ ich gern Neuguinea!
Es gibt sogar Momente, da wär’ ich gern dein BH...Baby
Kurz: ich wäre gern mit dir zusammen, Andrea. Yeah.
Ich merke langsam, was ich an dir habe.
Denn Du hast diese ganz besond’re Gabe,
an der ich mich wie Picasso an der Farbe
labe.
Ich merke, wie vor Freude ich erbebe,
wie ich zum siebten Himmel hin abhebe
und dass ich, während ich im selben schwebe,
lebe,
weswegen ich mir gern die Zeit vertriebe,
indem ich nur noch Lieder für dich schriebe,
weil ich dich wie die Dunkelheit die Diebe
liebe.
Leider sitz’ ich grad’ mal wieder irgendwo be-
rufsbedingt in einer Garderobe.
Glaubst Du, das Schicksal stellt uns auf die Probe?
Ick gloobe...
Aber morgen drück’ ich richtig auf die Tube!
Dann kehre ich mit Flugzeugtriebwerkschube
zu Dir zurück in Deine gute Stube
und nehm’ dich dann in meinen Arm
und unter die Lupe.
Die Amerikaner werden immer dicker,
und das nicht ohne Grund.
Sie hören ständig in der Werbung, das Essen bei McDonald’s
wäre preiswert, lecker und gesund.
Und sie hängen den ganzen Tag lang vor dem Fernseher,
ist das Programm auch noch so mies,
und interessieren sich für Paris Hilton,
und damit mein’ ich nicht etwa das Hilton in Paris.
Und dann ihre tollen Wirtschaftskonzepte,
wie man den Umsatz in die Höhe treibt:
und zwar erstmal massenweise Arbeiter entlassen,
auch wenn die Firma schwarze Zahlen schreibt.
Und dann die ganzen hässlichen Graffitis,
mit denen sie ihre Citys überziehen.
Und sie feiern groteske Feste,
wie zum Beispiel Halloween.
Und ihre Sprache ist voller Anglizismen.
Denn auf Englisch hört sich einfach alles besser an, nicht wahr:
Beispielsweise „Geheime Staatspolizei“
heißt in Amerika schlicht und einfach „NSA“ oder „FBI“.
Und auch ein Wort wie „CIA-Agent“ klingt doch echt
viel eleganter und charmanter als „Folterknecht“.
Und dann die amerikanischen Schüler!
Laut Pisa-Studie sind die ziemlich doof.
Deshalb schreiben da wohl auch alle den Genitiv
vor dem „s“ mit Apostroph.
Dafür sind sie in den vielen Computerspielen,
wo man Leute totschießen muss, gar nicht schlecht.
Manchmal spielen sie die auch an ihrer Schule nach.
Aber dann in echt.
So erwerben sie schon früh die Kompetenzen,
die sie später brauchen als Soldaten
auf der Suche nach Öl und Raum für ihr Volk
in irgendwelchen Schurkenstaaten.
Wenn wir uns all das, was die Amerikaner machen,
einfach mal vor Augen führen,
kann ich nur sagen: Gut, dass solche Sachen
bei uns in Deutschland nicht passieren,
bei uns in Deutschland nie passieren.
Denn sonst könnten wir die Amerikaner
ja nicht so einfach kritisieren.
Diese beiden Tiergedichte sind Teil des Zyklus "Die Arche", mit dem Bodo im Programm "Noah war ein Archetyp" versucht, dem Titel doch noch gerecht zu werden. Das gelingt ihm spätestens mit dem Noah-Stand-Up, den er zum Ende des Programms als Zugabe bringt und den man außer auf der DVD zum Programm kaum mehr zu Gesicht bekommt: das Programm ist aufgrund der vielen neuen Lieder einfach zu lang geworden.
Der Schlange
wurde bange
Schon lange war dat Leben
ihr unange...nehm.
Sie sagte voller Sorgen
aufgrund dessen, was ihr dräute:
„Ob ich mich besser morgen
oder doch schon heute häute?
Hab’ ich überhaupt ne Wahl?
Meine Schale is schon total schal!
Wobei ich aber nicht verhehle,
dass ich mich nicht selten quäle,
wenn ich mich bei meiner Seele
aus meiner schalen Schale schäle...
Uh, das wird weh tun!
Doch egal, ich muss es eh tun!
Die Zeit ist reif nicht mehr zu kneifen!
Drum werd’ ich mich an mir vergreifen
um mir ohne abzuschweifen
meine Schale abzustreifen!
sagte sie, hat sich dann aber doch nicht getraut.
Sie kam halt nicht aus ihrer Haut.
Als wir zwei das erste Mal uns trafen
an jenem schönen Frühlingstag.
Du wolltest mich grade scharf bestrafen,
denn ich hatte meinen Wagen falsch geparkt.
Ich parkte vor der Bank
und dachte: Die Parkscheibe
brauch’ ich heute nicht,
weil ich nur fünf Minuten bleibe.
Ich wollt’ zum Geldautomaten,
um Kohle abzuheben.
Ich mußte nicht lang warten,
da tratst du in mein Leben.
Du bist mein blauer Engel.
Zwar bist du kleiner, doch du blicktest auf mich herab.
Und mit süßer Stimme säuseltest du dies:
„Das wird teuer! Heben Sie lieber noch mehr ab!
Wenn auf ihrem Konto überhaupt was ist!“
Du kanntest kein Erbarmen.
Du ließt dich nicht erweichen,
notiertest meinen Namen
und mein Kfz-Kennzeichen.
Doch während du notiertest,
sah ich aus Versehen
in deine kalten Augen
- da war’s um mich geschehen!
Du bist mein blauer Engel.
Ich war von deiner Macht und Härte
so fasziniert, so daß ich dir
total verfiel, ich sah nur dich, ja, ich war
wie hypnotisiert!
Meine Sehnsucht nach dir ist unerträglich!
Ich muß dich wiedersehn! Aus meiner Not
stelle ich jetzt meine Wagen täglich
ins absolute Halteverbot
und warte bis du kommst.
Denn ich bin süchtig
nach dir und danach,
daß du mich richtig züchtigst.
Dafür stell’ ich mich auch gern mal
auf Bürgersteige
oder vor die Ausfahrt
eurer Einsatzfahrzeuge.
Du bist mein blauer Engel.
Und ich bin dein böser Bengel!
Warte nur ein Weilchen
und gib mir noch’n Knöllchen,
mehr, gib mir mehr! Los, zieh mich aus dem Verkehr!
Bestraf mich! Versklav’ mich! Mach mich fertig! Oh yeah!
„Das ist nun schon das dreizehnte mal, daß ich Sie hier erwische!“ „Das vierzehnte mal.“ „Sagen sie mal, machen Sie das mit Absicht, oder was?“ „Ja!“ „Sie sind ja verrückt!“ „Richtig, nach Ihnen!“ „Woher haben Sie überhaupt so viel Geld?“ „Ich bin Bundestagsabgeordneter.“
Du weißt, ich hätt’ dir alles gegeben,
mein Geld, selbst meinen Führerschein.
Doch jetzt bist du leider nicht mehr am Leben.
Weiß Gott, das hätt’ nicht müssen sein!
Ich war, bevor’s geschah,
auf der Suche nach dir.
Ich streunte sogar
nachts durch dein Revier
bezahlte jedes Knöllchen,
um dich zu betören,
mittlerweile sogar welche,
die gar nicht mir gehören.
Bis letzten Donnerstag;
da brachten sie dich in
die Psychatrie.
Du hast immer gesagt,
ich gehör’ dahin
- welch Ironie!
Doch gestern lieferten sie auch mich ein.
Wer hätte das gedacht?
Als man es dir erzählte,
hast du dich umgebracht...
Du bist mein blauer Engel
nun oben im Himmelreich.
Doch du kannst mir nicht entkommen,
ich hab’ mir grad’n Strick genommen ...
Bis gleich!
Diesen Klassiker von Bodo gibt es schon in mehreren Gewändern. Hier spielt Sonja Firker an der Geige mit, mit der er auch eine Version von Er und Denkmal im Repertoire hat und gelegentlich spielt.
Ich liebe sie nicht mehr.
Sie behandelt mich wie Dreck.
Früher liebt‘ ich nichts so sehr
wie sie. Jetzt will ich nur noch weg.
Sie meckert immerzu
und quält mich bis auf’s Blut.
Ganz egal, was ich auch tu‘,
sie findet es nicht gut.
Sie ist ein wahrer Drache,
ein gemeiner und perfider!
Ich muß dem ein Ende machen,
doch ich sage immer wieder:
„Ja, Schatz! Du hast natürlich Recht.
Ja, Schatz! Ja ich weiß, das war schlecht.
Ja, Schatz! Nein, ich möchte keinen Streit.
Ja, Schatz! Es tut mir schrecklich leid.“
Das kann doch gar nicht sein,
ich meine „nein“ und sage „ja“.
das war schon immer mein
Problem, auch damals vor’m Altar!
Der Teufel soll sie holen!
Sie bringt mich noch ins Grab!
Doch ein Freund hat mir empfohlen:
„Mensch! Hak‘ die Sache doch mal ab!“
Na klar! Genau!
Die Idee ist genial!
Na warte, Frau!
Wenn du mich wiedermal
mit deiner spitzen Zunge piesackst,
hack‘ ich die Sache ab mit der Axt!
Auch wenn du dann Reue beteuerst
- zu spät! Ich hol’ die Axt!
Das war das letzte mal, daß du rumzukeifen wagst,
weil: Ich hab’n Beil.
Ich will, daß du winselnd in dir zusammensackst,
wenn ich vor dir stehe
mit der Axt, weil du unentwegt an meinen Nerven nagst,
mit der Axt, weil du mich mit plumpen Platitüden plagst,
mit der Axt, weil du alle meine Freunde mir verjagst,
weil die Axt das einz’ge ist, was da noch hilft, wenn du mich fragst.
Ich stell’ mir grade vor,
ich schneide dir ein Ohr ab.
Ach was, papperlapapp.
Ich schneide beide ab.
Ich schwinge guter Dinge
meine Axt und singe,
als ich mit der Klinge
deinen Hals durchdringe.
Ich treibe eine Kluft durch Luft- und Speiseröhre,
zertrenne Muskelstränge, wobei ich leise höre,
wie schön dir doch im Nacken
deine Knochen knacken...
Doch genug der Worte,
Taten warten!
Ich gehe in das Bauhaus
und suche mit Bedacht
eine Axt für meine Frau aus
und warte auf die Nacht.
Ich schleich’ mich in ihr Zimmer,
da liegt sie tief im Schlaf
auf ihrem Bett wie immer
und schlummert still und brav.
Der Wind bläht die Gardine,
und ich freu’ mich: Gleich geschieht’s!
Da sagt sie mit verschlaf’ner Miene:
„Tür zu! Hier zieht’s!“
„Ja, Schatz, natürlich! Ich mach’ die Türe zu.
Ja, Schatz! Sofort, Schatz! Dann hast du deine Ruh’.
Ja, Schatz! Ich hab’ auch das Fenster zugemacht.
Ja, Schatz? Ich geh’ schon. Gute Nacht!“
Na ja, was soll’s?
Hack’ ich halt Holz.
Ebenfalls aufgenommen im Werk9, Berlin 2003. Dieses Stück ist ständig überarbeitet und aktualisiert worden, darum gibt es das auf den unterschiedlichen CDs zum ersten Programm in immer anderen Fassungen.
Manche geh’n ins Fitnesscenter,
andere ins Solarium.
Mache haben Hunde, Katzen,
andere ein Aquarium.
Manche sammeln Briefmarken,
andere sammeln Geld.
Manche sammeln: was weiß ich?!
- naja, wem’s halt gefällt...
Manche kegeln im Verein,
andere spielen Skat.
Manche reden über Fußball,
andere fahren Fahrrad.
Ob Wiesen, Felder oder
Wälder zu durchwandern -
alles nix für mich!
Ich bin anders als die anderen...
Letzte Woche war das, ich erinn’re mich genau,
da stand ich mit meiner Frau auf der Autobahn im Stau.
Und ich sag zu meiner Frau: „Da ist sicher was passiert.
Da fahr’n wir jetzt mal hin, weil mich das brennend interessiert.“
Und ich saus’ mit quietschenden Reifen
über’n breiten Seitenstreifen
hinaus bis an die Spitze des Staus.
Siehe da, da liegt ein Auto, das ist grade am Verbrennen.
Drinnen sind Leute eingeklemmt! ...Keine, die wir kennen.
Fünfmeter hohe Flammen! Voll das Abenteuer, yeah!
Hey toll, wir sind hier die ersten! Noch vor der Feuerwehr!
Ich halt’ alles fest per MMS, damit ich’s nicht vergess’:
„Schatz, stell’ dich doch bitte einmal vor die verkohlte Leiche... Ja, sehr schön! Und jetzt: Lächeln!“
Ich bin ein Gaffer.
Ja, am Gaffen find’ ich vollen Gefallen.
Ich bin ein Gaffer.
Ja, das ist das schönste Hobby von allen.
Beim Schlittschuhlaufen bricht ein kleines Kind ein ins Eis.
Um die Einbruchstelle bildet sich sofort ein großer Kreis.
Wie immer stell’ ich mich schnell in die erste Reih’.
Schade, gerade jetzt hab’ ich die Kamera nicht dabei!
Das kleine Kind versinkt und ertrinkt.
„Na, wo war denn wieder der Rettungswagen? Das frag’ ich Sie.“„Ja, ja, Sie haben völlig recht. Man hätte es vermeiden können. Aber die sind ja immer zu langsam! Typisch.“
Man könnt’ ja selber helfen, aber seien wir doch mal ehrlich!
Das ist für uns Gaffer viel zu gefährlich.
Hätte ich zum Hilfeleisten mich auf’s Eis verirrt,
weiß ich, daß, wenn ich jetzt auch einbräch’, mir keiner helfen würd’.
Ein Teufelskreis! Hör mein Geheiß: Begib dich nie auf dünnes Eis.
So mal jetzt ganz allgemein gesprochen, quasi als Metapher.
Ich bin ein Gaffer.
Für mich fast schon wie geschaffen als Beruf.
Ich bin ein Gaffer.
Ich hab’ den Gaffer-Groove.
Bin neulich zufällig geraten an ‘nen Selbstmordkandidaten.
Der stand auf einer Brücke, und ich konnt’ es kaum erwarten.
Ich rief ihm zu: „Spring schon!“ - Er wirkte irritiert
sprang aber trotzdem. Ich hab’s fotografiert.
Für Fotos von sowas zahlt man mir viel Geld,
weil das Gaffen offenbar nicht nur mir allein gefällt.
Denn worin wir uns beim Gaffen vom Affen unterscheiden,
ist, wie sehr wir uns am Leiden unserer Artgenossen weiden.
Doch immerhin
der Vorwurf vor diesen
die Augen zu verschließen,
kann bei mir nicht stimmen.
Ich gucke ja hin.
Ich lieg’ auf meinem Bett, fast komplett entkleidet,
worum mancher Mann mich sicher fett beneidet.
Denn neben mir auf meinem Bett liegst du,
und du trägst nur dieses super sexy Dessous – uh!
„Was würd'st 'n du jetzt gerne tun?“
flüsterst du mir zu. Und ich sag': „Ja nun...
Ich wüsste da schon was...“ Du fragst: „Was 'n?“
Und ich sag': „Tja, wie soll ich das in Worte fassen?
Ich finde, die Sprache, die wir sprechen,
hat in dieser Hinsicht ausgeprägte Schwächen.
Es gibt im Deutschen leider nicht so richtig geile
Worte für gewisse Körperteile.
Ich mein', schau sie dir mal an,
die Worte beispielsweise für den Mann:
Das Wort mit P— nee.
Das mit S-C -H— naja.
Das andere mit P— Herr im Himmel!
Schlimmer noch als Puller, Schniedel, Schniepel oder Lümmel.
Das Wort mit D— taugt nur für Geblödel,
wie etwa: 'Ich hätte da zwei Nüsse für dich, Aschenbrödel!'
Das Wort mit G- ist auch nicht das, was ich gern hätte,
und von allen Worten eh das schwächste in der Kette.
Wir haben, kommt es hart auf hart,
nie passende Worte parat.
Bei Worten wie Latte, Stange, Ständer oder Rohr,
komme ich mir eher wie im Baumarkt vor.
Mir fehl'n die Worte...
Mir fallen einfach keine ein,
mit denen ich dir grad mal adäquat
beschreiben könnte, was genau ich mein'.Baby, ich brauch' Vokabular,
das weder obszön ist noch vulgär.
Doch in dieser Hinsicht ist unsere
Sprache defizitär.
Genauso auch die Worte für die Frau.
Die sind auch nicht wirklich besser. Schau:
Das Wort mit Vklingt irgendwie
nach Pschyrembel und Gynäkologie.
Das Wort mit Mklingt mehr so nach 'Miau',
und außerdem nennt so Edmund Stoiber seine Frau.
Das Wort mit F ist gar nicht schön,
viel zu heftig und obszön!
Das andere Wort mit M klingt ’n bisschen böse.
Dabei denke ich an Dinge, aber nicht an amouröse.
Mit dem Wort mit S-C-H hat man mich aufgeklärt.
Heute denk’ ich dabei eher an ein Schwert.
Und so Kinderworte wie zum Beispiel 'Mumu'
sind in meinen Augen eine Zumutung.
Mir fehlen die Worte...
Mir fallen einfach keine ein,
mit denen ich dir grad mal adäquat
beschreiben könnte, was genau ich mein’.Baby, ich brauch’ Vokabular,
das erotisch und sinnlich ist.
Doch in dieser Hinsicht ist unsere
Sprache ziemlich trist.
Dabei ist das doch sonst 'ne so ästhetische,
so 'ne tolle und total famose.
Doch sobald sie konkret unter die Gürtellinie geht,
geht sie leider voll in die Hose
und hört sich entweder zu krass oder zu schlaff an.
Blieben allerhöchstens noch Metaphern
wie die aus der Groschenromanliteratur.
Die sind zwar nicht obszön, aber sehr obskur:
Der purpurbehelmte Krieger will in das gelobte Land,
in das Land des vertikalen Lächelns, und dort schaut er schon gespannt
hinab vom Hügel auf das Schönefeld. In den letzten Jahr’n hat sich hier einiges getan:
Da, wo früher wilde unwegsame Wälder war’n, liegt heute eine Landebahn.
Der Krieger will gern
zu den heiligen Kultstätten pilgern.
Dort hinter der Pforte vor dem heiligen Altar
brächte er dir gerne ein Opfer dar...“
Du fragst: „Der Krieger möchte also durch die Pforte?!“
Ich sag: „Na ja, mir fehlen halt die
Worte.
Mir fallen einfach keine ein.
Bleiben wohl leider doch nur noch die derben Verben,
um zu beschreiben, was ich mein’."Du sagst: „Bodo, es ist okay,
wenn du ausnahmsweise einmal schweigst
und es mir, statt darüber zu reden,
zeigst.“
Mottolied des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags
Bodo hatte noch viel mehr Ideen zum Mottosong, als er in einen halbwegs normal langen Song packen konnte. Das hielt ihn natürlich nicht auf, diese Extrastrophen in seinen Konzerten zu singen, wenn er den Song aufführte. Damit sie erhalten bleiben, haben wir diesen spontanen Mitschnitt gemacht.
Mottolied des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags
Der offizielle Mottosong zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden. Bodo schrieb den Song um das Motto selbst herum, ein Zitat aus dem Matthäus-Evangelium.
Informationen rund um diesen Song und seine Entstehung, um Bodos Verhältnis zum Glauben und den Kirchen findet Ihr hier.
live at the New Players Theatre, London
Diese englische Version des Stückes Was ich gerade denke hat Bodo 2010 bei einem seiner seltenen Auslandsauftritte augeführt.
Since this afternoon at three
I’m sat here with you and we
are talking, smiling, laughing and drinking.
Then you put a question to me
sending shivers right through me,
that old classic, namely: what are you thinking?
I stare into my glass
and contemplate what you have asked.
Oh, what should I say to you and how?
It’s a sensitive theme
and a very private dream.
So why do have to ask me that right now?
Cos if you want me to be true,
I am truely through and through
consumed by one single burning issue:
I fancy you, that’s clear.
And frankly, my dear,
I would really dearly like to kiss you,
preferably on the mouth. Too many weeks
I have only pecked your cheeks.
Please allow me to stop keeping everything in.
I only would adore
for my lips to meet with yours.
Right now, that is what I’m thinking.
Now if we two were together
I would gladly and forever
catch the fallen stars and give them to you.
I’d do everything I could
to make you happy as I should,
if you only would allow me to woo you.
Because of my soft spot and what not I’ve got a lot of hot poems for you.
And every now and then I write lovesongs, too.
Your eyes shine so brightly that they leave me blinking.
Right now that is what I’m thinking.
But now I’m in the haze
of your expectant gaze,
what’s the best policy? Honesty or bluffin’?
SInce I don’t know what the best
answer to your question is,
I reply: (Well...) nothing.
live at the New Players Theatre, London
Nachdem Bodo im Februar 2010 die englische Fassung von Ja, Schatz! zum ersten Mal im New Players Theatre in London gesungen hat, gibt es nun ein Video mit Yes, Dear!, das im März 2011 in der "English Comedy Night" des Kookaburra Comedy Clubs in Berlin aufgezeichnet wurde. Viel Spaß!
After Bodo performed Yes Dear! first in February 2010 at the New Players Theatre in London, it's now time to present you a video showing him performing the song live at the "English Comedy Night" of the Kookaburra Comedy Club, Berlin in March 2011. Enjoy!
We have been in love, it seems, forever.
You didn’t falter at the alter, now we’ll always be together.
So what more can I say?
I see you every single day.
So, Dear Lord, to you I have to pray,
How will I ever get away?
I don’t love her anymore,
she treats me like a fool!
She was the one that I adored,
how could she be so cruel?
She’s ignorant and rude
and always in a huff.
No matter what I do,
it’s never good enough
She’s such a silly cow,
all those evil games she’s playing!
I have to end it now,
but I just end up saying
„Yes, dear! You’re absolutely right.
Yes, dear! No, there’s no need to fight.
Yes, dear! I must learn to compromise.
Yes, dear! I apologize.“
Why do I always say
these things that I don’t want to?
Like on our wedding day,
I meant ‚I don’t‘ but said ‚I do‘.
She can go to Hell!
This has got to stop!
It’s time say „Farewell“...
I think it’s time to give her the chop...
Ah! Of course,
a great idea, I see!
Now listen, you old horse!
Next time you talk to me
and are annoying to the max ,
I’ll give you the chop, with my axe!
If you show remorse, when panic attacks
Too late! Here comes the axe!
You’ll never get to nag at me ever again,
I’m going to fetch it: my little hatchet!
I want you to stop dead in your tracks,
when I stand before you
with the axe, cos I’m on the edge of insanity!
With the axe, cos you treat me like a prison detainee!
With the axe – I can’t even have my friends around for tea!
The axe is the only language you understand, if you ask me!
I have dreamt for years
Of cutting one of your ears off.
Oh, what?! Poppycock!
I’ll cut both of them off.
I picture the vision
of how I make an incision
through the back of your neck
with my instrument of precision.
I drive a wedge through the edge of your esophagus
through muscle and I’m surprised how tough it is.
You simper while despairing
your flesh tearing
Ah, that would give satisfaction...
Enough of talking! Time for action.
I go to the garden shed,
my heart beats like a drum
I sharpen up my axe
and wait for night to come.
I sneak in through the back door
and creep into her room.
She’s sleeping very deeply.
The final sleep of doom!
Outside the wind howls.
Soon she‘ll be no more!
Then, half-asleep, she growls
„It’s drafty! Shut the door!“
Yes, dear! Of course, I’ll close the door.
Yes, dear! No, I won’t bother you any more.
Yes, dear! The draft? I’ve shut the window tight.
Yes, dear! You‘re right, dear. Good night!
Perhaps, I should
just chop some wood...
Ich spiele für Sie ein Berliner Lied. Das erste Lied, das ich komponiert habe, als ich vor etwas mehr als 10 Jahren aus meiner norddeutschen Heimatstadt Bad Schwartau in die Hauptstadt emigrierte.
Seit ich hier wohne, fahr’ ich in der Regel
fast täglich mit der U-Bahn Richtung Tegel.
Seitdem hab’ ich kaum noch Geld in meinem Sparschwein,
denn zwei Euro zehn kost’ mich jeder Fahrschein.
Ja, Sie merken, der Text holpert ein bisschen an der Stelle mit "zwei Euro zehn"...das stimmt. Das war aber nicht immer so. Ja, das Lied ist ja wie gesagt nun schon ein paar Jährchen älter. Seit der Währungsreform reimt es sich nicht mehr und Sie werden merken: Es kommt noch schlimmer.
Ich könnte ja mal schwarz fahr’n,
dann spar’ ich den Betrag.
Doch das kostet, hab’ ich Pech,
statt zwei Euro zehn vierzig Euro.
Egal, das eine Mal!
Was soll passier’n?
Die kontrollieren
heute dich ganz sicher nicht!
Also was zögerst du?
Ach man, ich trau mich nich’!
Ich trau mich nich’!
Was soll ich sagen? Ich bin Schwarzfahr-Drückeberger,
und mein Ärger wird darüber immer ärger.
Na ja, was soll’s? Werd’ ich halt arm, doch bleib’ ich edel.
Da bemerk’ ich, neben mir steht ein Mädel.
Was für eine Traumfrau!
Eine wie sie sah ich noch nie!
Ich schau sie an, doch kaum schaut
sie zurück, krieg’ ich weiche Knie...
Geh ran, Mann! Sprich sie an!
Was soll passier’n?
Nix zu verlier’n!
So ’ne Schönheit
gibt’s weit und breit
nicht zweimal!
Ich trau mich nich’!
Ich trau mich nich’!
Es ist ein Trauma, ich
trau mich nich’!
Oh nein! Jetzt steigt sie ein
in die U-Bahn gegenüber,
die in die verkehrte Richtung fährt!
Ich seh’ sie wohl nie wieder.
Der U-Bahn-Schacht verschluckt die Bahn,
au revoir, mon amour fou!
Doch was ist das? Sie guckt mich an
und lächelt mir zu...
Wie dem auch sei, die Zeit heilt alle Wunden.
Jahre später habe ich dann doch ’ne Frau gefunden.
Und auf einmal steh’ ich eh’ ich mich versehe,
mit jener Frau halt da vor’m Traualtar zwecks Ehe.
Der Pfarrer fragt: „Willst du
diese hier zum Weibe,
sie ehren und begehren,
bis dass der Tod euch scheide?“
Was? So lange?
Na Mann, das kann ja dauern!
Äh, ich schau dann mir
lieber die Frau
nochmal kurz genau an...
Ne!
Ich trau mich nich’ mich zu trauen.
Ich trau mich nich’,
vor allem bei und mit Frauen.
So kann’s nicht weitergehen!
Ich bin ein völlig feiger Wurm!
Ich komm’ damit nicht mehr klar!
Ich stürz’ mich vom Fernsehturm!
Jetzt steh’ ich hier, tief unter mir
klafft der eklatante
Abgrund. Steil geht’s runter hier!
Ich wanke bis zur Kante...
So, da kommt jetzt noch 'ne Strophe. Die Letzte ist gleichzeitig auch die Schlimmste. Ich weiß ja nicht, soll ich die wirklich vorsingen heute Abend, sagen Sie mal?
Ne, ich trau mich nich’!
Ich trau mich nich’!
Tut mir leid!
Ich trau mich nich’!
Zumindest nicht zur Zeit...
Aber vielleicht nächstes Mal.
mit Mark Scheibe & dem Berlin Revue Orchester
Eine zeitlang ist Bodo regelmäßiger Gast bei der "Berlinrevue" von Mark Scheibe im Admiralspalast in Berlin gewesen. Mit ihm und seinem Berlinrevue-Orchester hat Bodo sogar einen ganzen Abend mit Bodo-Liedern aufgeführt, am 26.4.2010 im ausverkauften großen Saal des Admiralspalasts. Davon sind einige Stücke auf der Doppel-CD "Noah war ein Archetyp - Zweite Fassung" veröffentlicht.
von der NDR Comedy Preis-CD
Eines der ersten Lieder von Bodo. Mit diesem hatte er sich beim NDR-Comedy-Preis 1996 beworben und als Sonderpreis eine CD-Produktion gewonnen. Der NDR kam daraufhin zu einem spontan von ihm selbst organisierten, abendfüllenden Konzert in seine Schule, schnitt mit und lieferte ihm seine erste CD "Bodo live - das erste Konzert". Diese CD kam 2006 zum 10-jährigen Bühnenjubiläum von Bodo als "Bodo live - das allererste Konzert" in limitierter Auflage heraus und ist mittlerweile vergriffen.
Diese Aufnahme hier unterscheidet sich signifikant von der auf der CD und ist ein Kleinod.
Aufnahme aus dem Werkhof Lübeck, 1997
Was herauskommt, wenn man statt für eine Erdkunde-Klausur zu lernen lieber Gedichte schreibt, wird in der langen Sicht von dieser gesamten Website dokumentiert. Auf kurze Sicht entstand diese sehr amüsante Version der Weihnachtsgeschichte, die dank eines Radiomitschnitts und einer alten Audiokassette von Bodo ihren Weg bis hierher gefunden hat.
Es naht die schöne Weihnachtszeit.
Doch für Ruhe und Besinnlichkeit
bleibt leider kaum Gelegenheit.
Selten bin ich so gestresst
wie jedes Jahr vor’m Weihnachtsfest,
weil ich ständig daran denke,
was ich diesmal denn verschenke.
Plan- und ziellos lauf’ ich los -
Was kauf’ ich bloß? Was kauf’ ich bloß?
Kommerz scheint unumwunden
mit dem Fest fest verbunden.
Das kommt nicht von ungefähr,
denn schon immer und seit jeher
funktioniert Weihnachten kraft
des Prinzips der freien Marktwirtschaft:
Drei Monarchen aus dem Morgenland
kamen nach Betlehem gerannt.
Denn nach Weihrauch, Myrrhe, Gold und so
war die Nachfrage recht gro...ß.
Nur das Angebot war knapp.
„Dort setzen wir die Myrrhe ab!“,
sagt sich der Myrrhe-Fabrikant
und schickt sodenn ins Abendland
seine Marketing-Experten,
um den Output aufzuwerten.
So weit, so gut. Ein Ehepaar
war zum selben Zeitpunkt da:
Josef, ein Proletarier,
und seine Frau, die Maria.
Die war schwanger, aber richtig.
Gebären war nun wichtig.
Als Konsument zwar souverän
fanden sie trotzdem
kein Hotel, keine Pension
für die Güterproduktion.
Aus Mangel an Produktionsfaktoren
wurde das Kind in einem Stall geboren.
Von irgendwo und überall
kamen Hirten zu dem Stall.
Die wollten Jesus, den kleinen Knaben,
als Gewerkschaftsführer haben.
Da kam der König angelaufen,
fragte: „Wollt ihr meine Myrrhe kaufen?“
Drauf die Hirten, mürrisch: „Nein!
Pack den Krempel wieder ein!“
„Hm, der Markt muss wohl gesättigt sein ...
Vielleicht fehlt es an Kapital?“,
denkt der König, wird sozial
und schenkt dem Knaben seine Myrrhe.
So, das war’s, wenn ich nicht irre ...
Bodo hatte sehr gehofft, mit diesem Lied die Welt ein bißchen besser zu machen und die Wiederwahl von Georg W. Bush verhindern zu können. Die Geschichte zeigt: das hat nicht geklappt. Na gut, so konnte Bodo das Lied noch vier Jahre länger spielen, andernfalls wäre es obsolet gewesen.
Die Wise Guys haben dieses Lied übrigens gecovert, und auf der Doppel-CD "Achillesverse - live in Berlin" gibt es eine schöne Liveaufnahmen von ihnen und Bodo gemeinsam.
Monica och –
och wärst du doch
bloß heute noch
Praktikantin im weißen Haus.
Und hättest ab und zu
ein Rendevouz mit Double U,
dann säh´s im Nu, juchhu
mit seiner Wiederwahl wohl scheiße aus.
Denn Sitte und Moral sind den Amis bitte nicht egal.
Nee, da sind die jedes Mal radikal und sehr genau.
Ihr Präsident darf mit Vergnügen
ruhig ein paar Kriege führn und lügen,
er darf die ganze Welt betrügen,
aber niemals seine Ehefrau.
Die paar Scharmützel da im Mittleren Osten
kosten viel Geld und viele Leben,
aber Busch nicht seinen Posten.
Es gibt nichts, was er nicht darf,
Hauptsache er ist brav.
Die Devise lautet: Make war, not love!
Denn erst, wenn ein Präsident die Ehe bricht,
ist er in Amerika erledigt.
Denn dann rufen alle: „Wehe
dir du mieser Ehebrecher, los gestehe!
Du hast uns belogen!“
Und schon werden zum Beweis
all die heißen schmutzigen Details
bis ins letzte an das gleißende
Licht der Öffentlichkeit gezogen.
Und schon wieder wär ne widerliche
Schlammschlacht wie noch nie da
Der Irak und Al-Quaida
wären ab sofort kein Thema mehr.
Man würde Bush dazu bewegen
Sofort sein Amt niederzulegen
Und wir hätten – welch ein Segen –
Ein paar Probleme weniger.
Monica, es liegt allein in deinen Händen,
das Blatt zu wenden und seine Präsidentschaft zu beenden.
Und wenn er Dir nicht gefällt und du sagst:
„Also nee, bei dem mach ich das nur für Geld!“
Kein Problem, wir würden für Dich spenden!
„Fuck Bush!“ – solche Parolen
Sieht man unverhohlen
in Europas Metropolen
an den Wänden all örtlich
Das entspricht ganz unbestritten
sicher nicht den guten Sitten
Trotzdem möchte ich Dich bitten:
Monica, nimm es wörtlich.
Monica, tu es für Amerika!
Das ist DER Klassiker von Bodo, kaum ein Konzert endet, ohne dass dieses Lied erklungen hier. Hier in der Aufnahme aus dem Quatsch Comedy Club präsentierte er zum ersten Mal den wunderschönen deutsch-türkischen Dialekt, den er in seinem Kreuzberger Kiez aufgeschnappt hatte.
Ich will’s in allen Sprachen für dich singen,
auf allen Instrumenten zum Erklingen bringen:
Ich liebe dich.
I want to sing in every language for you baby,
and play on every instrument to say these words to you:
believe me, it is true, I love you!
Pour toi je veux chanter en toutes les langues,
jouer pour toi de tous les instruments
en disant, mon amour, je t’aime.
Wo immer du auch wohnst,
ich weiß genau, daß es dich gibt,
die Frau, in die ich mich
und die sich in mich verliebt.
Wo immer du auch wohnst,
welche Sprache du auch sprichst,
wenn wir uns begegnen,
dann lern’ ich sie für dich.
In tutte le lingue lo vorrei cantare,
su tutti gli strumenti suonare,
provare l’amore per te, per chè ti amo.
Lo cantaria en tódos los idiomas para ti
y en todo instrumento tocaria, y asi
te diria, mi amor, te quiéro.
Ik wil het in alle talen met je delen,
op alle instrumenten voor je spelen, kwelen.
Nou weet ik echt: Ik hou van jou.
"Ik hou van jou." Wenn man sowas hört, denkt man sich doch: Mann, was müssen die Holländer für’n Spaß haben! Ich weiß nicht, ich persönlich würde da wahrscheinlich völlig unangemessen reagieren mit: "Ey, pass mal auf, ich hau zurück!" Wobei ich weiß ja nicht, sind Holländer unter uns heute abend? Nicht, dass ich mich hier in den Fettnapf .... Refrain!
Wo immer du auch wohnst,
ich weiß genau, daß es dich gibt,
die Frau, in die ich mich
und die sich in mich verliebt.
Wo immer du auch wohnst,
welche Sprache du auch sprichst,
wenn wir uns begegnen,
dann lern’ ich sie für dich.
rang woa jung gödschon üjen chiang ne scherai,
jung bu tong de düe chi tan tsu dui ni diai
tsin ai de tsüen tsin tsüen ihde: woa ai ni.
Das war Chinesisch. Ich kann ja kein Chinesisch. Wenn Sie eine Sprache wiedererkennen, zögern Sie nicht, steigen Sie ein!
ja chatschu na vsiäch jsekach peetch ätot, i torsche
na vsiäch instruméntach igratch jesli morschno, borsche moj!
ja jlubjlu tjebja.
Ich hab das Lied vor kurzem mal in meiner norddeutschen Heimat Bad Schwartau aufgeführt, da hat keiner mitgesungen.
Gibt es eine Sprache, die Sie heute Abend gerne noch hören wollen? ... Türkisch, alles klar:
Her dilde scharkè jasadschaèm,
bütün sazlarda tschaladschaèm, szevdajèm / jarim
narim szèni szewjorum.
szèni szewjorum. Sagen Sie das mal, wenn Sie’n Döner bestellen. Wirklich, es lohnt sich.
Ich würde tatsächlich gern noch einen türkischen Dialekt vorsingen, der in Kreuzberg gesprochen wird, wo ich ja seit einigen Jahren wohne, und der ist wirklich wunderschön.
Sing isch korrekt für disch, weißt du,
in alle Sprache... ey krass, wie heißt du eigentlisch?
Ah, scheisegal. Isch liebe disch.
Was war noch? Bairisch und Arabisch. Was zuerst? – Beides gleichzeitig? Haha. Ich sing mal nacheinander. Aber, ich sage nicht, was was ist.
enä uridu (-) ränílek (-) bikúlli älluräd
(na) enä uridu eläblik (-) bikulli äll läd mal habäd
ja habibati / habibi enä ohebuki
So, jetzt arabisch: - Ah! Sie haben es gemerkt. Nein, bayrisch natürlich. Aber ich muß dazu sagen es ist mir bislang in jeder Sprache gelungen das zu sagen, worum es geht, so, daß es sich reimt. Nur nicht auf bayrisch. Ich habe keine Ahnung woran es liegt. Ich war jedenfalls gezwungen zu schummeln und möchte Sie bitten, sich aus reim-technischen Gründen sich vorzustellen, bei der Angebeteten handele es sich um eine junge Dame namens Susi.
In allen Sprochn sing i für di Susi,
auf allen Instrumente mach i Musi, mei Gspusi,
I mag di ham, mia passn zsamm.
Ich würde mir gerne auch noch eine Sprache wünschen. Zum Abschluß würde ich gerne noch meine Lieblingssprache vorsingen, und zwar Finnisch. Die ist nämlich echt ganz süß. Wobei, paßt auch gut, als finish.
Tahdon jókaisella kíelellä laúla,
jókaisella sóitimella kóetta sóitta
kuinka rákastan sínuá.
"rákastan sínuá", "Ich liebe dich" auf finnisch. Ist das nicht schön? Wobei, ich habe mir ja sagen lassen: Die sagen das nicht. Ehrlich, obwohl es das gibt in der finnischen Sprache "rákastan sínuá", aus irgendeinem Grund sagen die das nicht. Ich mein’ okay, hat ja auch sicher Vorteile, wenn man das nicht braucht. Nein, komm, im Ernst, es gibt ja auch so Momente, wo man sowas gerne mal sagen möchte. Was machen die Finnen dann? Da hab’ ich ziemlich lang drüber nachgedacht, und ich glaube ich bin schlußendlich auch zu einer ganz plausiblen Erklärung gekommen: denn Finnland ist, wie wir alle wissen, nicht so dicht besiedelt. Deswegen passiert es da auch nicht so oft, daß sich in den unendlichen Weiten der finnischen Taiga zufällig mal ein Finne und eine Finnin finden. Na und wenn, dann quatschen die nicht lange.
Wo immer du auch wohnst,
ich weiß genau, daß es dich gibt,
die Frau, in die ich mich
und die sich in mich verliebt.
Wo immer du auch wohnst,
für dich würd’ ich sofort
bis ans Ende dieser Welt fahr’n!
Ich gebe dir mein Wort.
Ein schönes Liebeslied von Bodo - auch ein bisschen traurig, aber nur am Anfang. Die Aufnahme ist der DVD "Achillesverse - live in Berlin" entnommen.
Mir geht’s doch eigentlich ganz gut.
Ich bin gesund.
Ich hab genug zu essen, Arbeit, Freunde,
und
ich leb’ in einem freien Land.
Ich werde weder verfolgt noch bedroht.
Das einzige, was ich vielleicht zu fürchten hätte,
wär’ der Tod.
Zu meinem Glück fehlt mir kein Stück. Mir geht’s doch gut. Eigentlich.
Aber
was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich.
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich.
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich.
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur...
Was hab’ ich nicht alles probiert,
um nicht an dich zu denken, mich abzulenken,
mir reinen Wein einzuschenken,
um mich darin zu ertränken.
Mehrere Meere
hab’ ich durchschwommen.
Ich hab’ Sümpfe durchwatet, Wüsten durchquert
und Gipfel erklommen.
Und ich zählte jeden Tag, jede Stunde und jede Sekunde, die dabei verstrich.
Aber
was ich auch machte, jede Nacht verbrachte ich wach und dachte an dich.
Was ich auch machte, jede Nacht verbrachte ich wach und dachte an dich.
Was ich auch machte, jede Nacht verbrachte ich wach und dachte an dich.
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich.
Nie mehr wirst du zärtlich meinen Namen sagen
so wie damals als wir uns noch in den Armen lagen.
Von deiner Liebe blieb mir leider nichts außer Fragen,
die mich ohne Erbarmen plagen.
Freunde sagen, es werde langsam mal Zeit,
daß ich mich von dir entwöhne.
Sie sagen: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter.“
Tja, doch leider auch schöne Söhne.
Du bist jetzt bei ihm und denkst sicher längst nicht mehr an mich.
Aber
ich denke oft und - schlimmer noch: - immer noch doch nur an dich.
Ich denke oft und - schlimmer noch: - immer noch doch nur an dich.
Ich denke oft und - schlimmer noch: - immer noch doch nur an dich.
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich.
Alles, was ich früher gern tat, macht auf einmal keinen Spaß mehr.
Und die Welt um mich herum erscheint, als ob sie hinter Glas wär’.
So irre ich umher, tränenschwer, vor Kummer stumm, taub und blind
und finde keinen Ausweg aus diesem Labyrinth.
Zwar ist mir klar, nach allem, was war, warst du sicherlich nicht die richtige für mich.
Und dennoch denke ich bloß pausenlos -
Ne, ansonsten geht’s mir eigentlich ganz gut.
Ich bin gesund.
Ich hab genug zu essen, Arbeit, Freunde,
und
ich weiß, irgendwie geht’s weiter.
Ich komm’ schon über die Runden.
Ich hab’ wohl nur noch einfach nicht die Zeit gefunden,
Zeit, von der es heißt, sie heile Wunden.
Denn die Zeit, die läßt mich ja, soviel ist sicher, nicht im Stich.
Das heißt
irgendwann denk’ ich dann an was-weiß-ich, nur an eins nicht: an dich.
Irgendwann denk’ ich dann an was-weiß-ich, nur an eins nicht: an dich.
Irgendwann denk’ ich dann an was-weiß-ich, nur an eins nicht: an dich.
Irgendwann dann kommt die Zeit, da denke ich sicherlich
nicht mehr soviel an dich.
Da denke dann ich nicht mehr an dich.
Ich freu’ mich schon unbändig darauf, wenn ich schluß-
endlich nicht mehr ständig an dich denken muß.
Und sollten wir uns irgendwann mal wiedersehn
und uns per Zufall einmal wieder gegenüberstehn,
dann ist es okay.
Denn dann tut’s nicht mehr weh.
Und eh ich es mich verseh’, denke ich sicherlich nicht mehr an dich.
Eh ich es mich verseh’, denke ich sicherlich nicht mehr an dich.
Eh ich es mich verseh’, denke ich sicherlich nicht mehr an dich.
Sicherlich nicht mehr an dich.
Nicht mehr an dich.
An dich.
Ein spontaner Mitschnitt aus den Berliner "Wühlmäusen" vom Juni 2010. Begleitet wird Bodo von seiner "SchönenGutenA-Band", das sind Frank Memmler (git), René Bosem (b) und Robert Memmler (dr).
Das Stück ist Teil des Programms "Achillesverse" und in der Soloversion auf der DVD "Achillesverse XXL".
Ich hab’ eine neue Freundin!
Du solltest sie echt mal sehn!
Du würdst dich sicher für mich freun,
denn sie ist wirklich wunderschön.
Sie hat eine süße Nase und’n wundervollen Mund,
‘ne adrette Silhouette, kurvenreich und rund, und
auch ihr Bauch und ihr Rücken sind entzückend.
Sie ist in jeder Hinsicht visuell beglückend.
Das schönste an ihr ist sogar doppelt vertreten:
ihre Augen, Ohren, Hände und Extremitäten.
Alleine ihre Beine, feinere gibt’s keine!
und dann erst ihre beiden - na, du weißt schon was ich meine...
So eine göttliche Figur!
Alter Schwede!
Du fragst dich sicherlich: Oh Mann,
wie macht sie das nur?
Ganz einfach:
Sie ist die Tochter eines Schönheitschirurgen.
Von dem wird sie immer schön glatt gezogen.
Deswegen ist sie auch so schön, ungelogen,
sie ist die Tochter eines Schönheitschirurgen.
Sie ist wie alle Töchter der Liebling ihres Vatis.
Und so operiert er sie natürlich immer gratis.
Kaum kommt er abends von der Arbeit nach Haus,
probiert er erstmal gleich den neusten Trend an ihr aus.
Ob drall und sexy oder eher züchtig,
ob leicht untergewichtig oder richtig magersüchtig,
stets als erste läßt sie sich von ihrem Vater ihren
Körper passend zu der neusten Mode modellieren.
Und sollten ihr die Kleider mal nicht mehr passen,
kann sie sich ja einfach von ihm ändern lassen.
Denn sie ist die Tochter eines Schönheitschirurgen.
Von dem wird sie immer schön glatt gezogen.
Deswegen ist sie auch so schön, ungelogen,
sie ist die Tochter eines Schönheitschirurgen.
Sie übertrifft mir ihrer Schönheit mittlerweile gar bei weitem
selbst die Mädels auf den Fernsehzeitungs-Titelseiten.
So famos makellos von Fuß bis Kopp. Und ob!
Und das völlig ohne Photoshop.
Sie hat im Job viel Erfolg: Sie ist Popsängerin.
Klar: Bei so ’ner Sängerin schaut man gern mal länger hin.
Zwar trifft sie, wenn sie singt, die Töne nicht so richtig,
doch das ist heutzutage ja auch gar nicht mehr so wichtig.
Es kommt bei Frauen im Grunde einzig
auf drei Eigenschaften an: 90 – 60 – 90.
Apropos die Topographie von ihrem Popo’s is’
noch fotogener als die von Jennifer Lopez.
Ich kenne keine, deren Popo so poetisch ist.
Ich glaub ich bin ein Popo-Fetischist.
That’s causing in my belly such a burning desire
and a little underneath great balls of fire.
She shakes my nerves and she rattles my brain.
Es fällt mir schwer ihr zu widersteh’n.
Sie ist so schön!
Ein Phänomen!
Goodness, gracious, great..., au weia!
Sie ist die Tochter eines Schönheitschirurgen.
Von dem wird sie immer schön glatt gezogen.
Deswegen sieht sie so gut aus,
der Mann verdient Applaus,
denn er hat den Bogen raus!
Das Problem ist nur: Ich kann sie immer, wenn
sie bei ihrem Vater war, kaum wiedererkenn’.
Schon oft hab’ ich sie mit einer fremden Frau verwechselt,
zum Beispiel, als ich sie mal gefragte habe, was sie von spontanem Sex hält.
Peinlich, peinlich! Oh Mann, war mir das peinlich!
Das brachte mir ein blaues Auge ein - augenscheinlich.
Drum, wenn ich sie küssen will, frag’ ich sie zumeist
jetzt erst einmal zur Sicherheit, wie sie heißt.
Ach ja, sie heißt übrigens Klaus.
Komm, egal, Hauptsache: sie sieht gut aus!
Ein frühes Werk von Bodo - und schon so alt und überholt, dass er es in den letzten Jahr nicht mehr im Programm "Ich denke, also sing' ich" gespielt hat, dessen Teil es mal war. Darum haben wir bei Erscheinen der CD "Ich denke, also sing' ich - live 2009", auf der der Titel ebenfalls fehlt, die alte Aufnahme von der "unterwegs"-CD hier frei angeboten.
doch Du weilst in ferner Weite
bzw. in weiter Ferne,
oh, ich hab Dich ja so gerne!
Ich sehne mich nach Dir!
Drum erwähne ich Dich hier.
Meine Liebe gehört nur Dir.
Zwar muß ich bisweilen
Dich mit andren teilen,
so ungefähr mit zweiundzwanzig-
tausend ... naja, nicht ganz. Ich
mag Dich aber grad’
wegen dieser Eigenart,
oh, Du meine kleine Heimatstadt...
Zwar weiß keiner, wo sie liegt, und keiner will dahin.
Doch es gibt einen Grund, daß ich da so gerne bin
in Bad Schwartau
in der norddeutschen Provinz.
Zu dem, der sagt: „Solche Städte sind nicht interessant!“, sag’ ich: „Sie sind’s!“
Denn da findste zurück zur Natur.
Drum sind da auch fast nur Kur-Touristen.
Unsere Holstein-Therme
lockt sie mit 32 Grad Celsius Wasserwärme.
Das ist nun blöderweise auch die Temperatur, bei der gewisse Algensorten ganz bevorzugt gedeihen, so daß die Therme ab und zu mal geschlossen werden muß. - Manchmal muß man halt Kompromisse machen ...
Doch diese Stadt ist nicht nur Solbadstadt
sondern hat auch ein eigenes Lokalblatt:
Die „Bad Schwartauer Nachrichten“.
Die informieren mich täglich über’s aktuelle Weltgeschehen.
Neulich erst wieder seitenfüllend in einem großen Farbbericht über Kanalisations-Reinigungsverfahren in Bad Schwartau. Ja.
An dieser Stelle möchte ich gerne überleiten zum Refrain, den ich aus reimtechnischen Gründen im Ostberliner Dialekt singen werde. Denn der Ostberliner sagt immer dann, wenn er ‘schön’ meint:
Dabei ist da was los!Schau, urst schau zu Hause in Bad Schwartau!
Ick weeß jenau, det Kaff kennt keene Sau
Auch Kultur schreiben wir groß:
Wir haben einen Kinosaal
mit Riesen-Filmauswahl, z.B ...
Und wir ham ja auch’n Bahnhof
mit zwei Gleisen
zum Verreisen per Eisenbahn.
Zwar muß man da, wenn man einsteigen will, den Daumen raushalten. Und zum Aussteigen die Notbremse ziehen. Aber die zwei Züge, die da täglich vorbeikommen, fahren eh selten schneller als 30 - da kann man zur Not bequem auch mal auf- oder abspringen.
Ja, was gibt’s sonst noch so zu sagen über Bad Schwartau?
Moment! Ihr kennt sicherlich
den gleichnamigen Brotaufstrich:
Schwartau -
das erste Extra des Tages.
Dieses Zeug,
ich sag’ es euch,
ich mag es
... ja eigentlich auch gar nicht so besonders gerne, ist ja Geschmackssache, also ich persönlich bevorzuge zum Frühstück eher Müsli.
Das liegt vor allem daran, wenn man aus Bad Schwartau kommt, man kommt an der Marmelade nicht vorbei. Die wächst da quasi auf Bäumen. Die Stadt selber ist in der Marmeladenfabrik untergebracht. Wenn man kleine Kinder auf der Straße fragt, was die später mal werden wollen, dann kommen so Sachen wie: Kirschenentsteiner, Erdbeerpflücker, Marmaledenglasdeckelzuschrauber. Das ist ein trauriges Bild. Das führt dann halt dazu, daß man entweder selber da später arbeitet oder Leute in der näheren Verwandtschaft hat, die da arbeiten. Die bringen einem dann auch immer Marmelade mit wenn sie zu Besuch kommen. Sehr originell. Die stapelt sich dann bei uns irgendwann im Keller, kistenweise, jede Sorte, zum Beispiel
Himbeer, Erdbeer, Brombeer, Boysenbeer,
Waldbeer, Blaubeer, Heidelbeer, Preiselbeer,
Stachelbeer, Johannisbeer und Pflaumenmus
- Ich hab den Marmeladen-Blues! -,
Orange, Pfirsich, Aprikose,
Hagebutte, Pampelmuse,
Kirsche!
Und von Jahr zu Jahr
kommt eine neue noch dazu, ja!
Erst neulich Maracuja,
Halleluja!
So glaubt jeder, der mich fragt: „Wo kommst’n her?“,
daß ich mich ausschließlich von Marmelade ernähr’,
was im Grunde auch gesund und ungefährlich wär,
gäb’ es keine Marmeladen-Erpresser,
die, weil sie offenbar sehr böse
nach dem großen Gelde gieren,
Zusatzstoffe, ominöse,
in die Konfitüren rühren,
was gefährlich werden kann,
wenn diese in Verbreitung gehen.
Doch hat’s den Vorteil, daß wir dann
auch mal in der Zeitung steh’n:
Plötzlich steht auf allen Titelseiten
- und wenn nicht da, dann auf der zweiten -
ein Bad-Schwartau-
Bericht.
Bloß in den Bad Schwartauer Nachrichten, da steht er nicht.
Komisch.
Ihr habt ja recht, viel gibt es nicht,
was echt für Bad Schwartau spricht.
Dennoch hängt mein Herz an ihr!
denn ich denke mir:
Auch wenn sie in der Tat
fast nichts zu bieten hat,
bleibt sie doch meine kleine Heimatstadt.
So come on! Baby don’t you wanna go
back to the same old place:
My sweet home Bad Schwartau.
Genau.
Oh, Bad Schwartau, du hast meine Liebe. Dankeschön.












