#15463

Am 21.09.24 schrieb

irene

Moin, bin fassungslos begeistert von meinem ersten BW Konzert am 20.9.24 in Hannover. Nur Höhepunkte, absoluter(micht in meinem Namen). Chapeau, auch an die rasante Melanie, ein Vergnüüüügen, die Dame.Sohn machte mich mit Ödipus bekannt, seitdem verbreite ich(73) BW bei Bekannten, ich arbeite als Freiwillige in einem kleinen Theater.
Danke für soviel Musikalität und Wortkunst!!!



#15462

Am 17.09.24 schrieb

Uta Stein

Lieber Bodo Wartke, ich habe dein Gespräch mit Matze in seinem Hotel gehört, während ich die Rippenheizkörper in meinem Haus säuberte. Die waren irgendwann alle geputzt, und ich saß dann versonnen mit dem tropfenden Rippenheizkörperzwischenraumschwamm in der Hand auf der Fußbank und hörte euch zu. Danke für deine Offenheit, deine Nachdenklichkeit und deine Ehrlichkeit.

Die Muster wären ja keine, wenn sie sich einfach oder mit viel Arbeit auflösen ließen. Ich bin dazu übergegangen, meinen linken Arm um die rechte Schulter meiner Muster (ich sage Drachen zu ihnen) zu legen und zu sagen: "Komm, wir gehen zusammen weiter. Kannst mein Kumpel sein, aber nicht mehr mein Bestimmer."

Was wäre das für ein langweiliges Leben, wenn wir alle Drachen gezähmt hätten.

Ich finde viel Lebensweisheit bei Frantz Wittkamp, die mich augenzwinkern und aufdieschulterklopfen lässt, zum Beispiel:

"Manchmal ist die Welt ganz klein,
und manchmal riesengroß.
Manchmal ist sie ganz aus Stein und manchmal ganz aus Moos."

Mach du doch mit den Mustern am besten, was du am besten kannst: Sprachspiele mit ihnen. Und sing ihnen was vor.

Oder wie in dem wunderbaren Buch, herausgegeben von Robert Gernhardt: "Bilden Sie einen Satz mit..." ...zum Beispiel Muster und widerstehen:

Samma, wenn alle anderen sitzen, Muster schon widerstehen?


Oder mit Bodo und Wartke:

Bo,do war ick noch nie, wo ihr beede wart, ke nnta mir mal mitnehm?

Bitte bleib mit deinen Mustern noch möglichst lange kreativ und produktiv.

Herzliche Grüße aus Berlin von Uta


#15461

Am 15.09.24 schrieb

Julia Schartz

Lieber Bodo Wartke, nicht, dass ich schon lange begeistert von Deiner musikalischen wie auch literarischen Kunst bin, habe ich soeben die Möglichkeit gehabt den Podcast von Hotel Matze mit Dir zu hören. Die Offenheit eures Gespräches hat mich wahrhaft in den Bann gezogen und mich erneut zum Nachdenken gebracht. Insbesondere das Thema der Muster die man durch die Erziehung der Eltern quasi aufgeprägt bekommt und die Frage, wie und ob man sich von ihnen befreien kann und sollte. Es tut gut, zu wissen, dass man nicht alleine sich mit diesen Gedanken befasst. Dazu habe auch ich, allerdings eine große, Schwester nie kennengelernt da sie ebenfalls nach vier Wochen durch Fremdverschulden starb. Zwar gab es ein Grab ,aber es wurde aktiv seitens meiner Eltern nie über sie gesprochen, ihr Geburtstag nie gefeiert nicht mal mit einer kleinen Kerze und einem Satz des Gedenkens. Auf ihrem Grabstein hatten meine Eltern nur das Jahr notieren lassen und den Geburts- und Todestag, darüber wurde auch nie gesprochen. Erst mit über 30 (!) habe ich immer wieder nachgefragt und mehr erfahren und auch ich denke, dass, auch wenn sie nur vier Wochen auf dieser Erde war auch ein Teil von mir und meinem Leben ist und ich finde es schade,, dass meine Eltern nie mit uns gemeinsam ihrer gedacht haben.
Diese Zeilen sollen einfach ein Danke an dich sein, für deine Aufrichtigkeit und Authentizität in dem Podcast sowie auch in deinen Liedern (Wie ich jetzt erfahren gabe) und das Schmunzeln, was auch hier und da nicht fehlt.
Eines der Lieder, die mich in letzter Zeit am meisten ergriffen haben ist " Nicht in meinem Namen ".
Ich bin froh, dass es Musiker wie dich gibt.


#15460

Am 15.09.24 schrieb

Martina Gilles

Lieber Bodo, das Interview mit Matze hat mich tief berührt. Ich sag mal so: ich habe ein Gefühl! Ich schätze deine Kunst schon lange. Zuerst hat mich deine Begeisterung für die Reime und die Musik angesprochen.Der lebendige kleine Bodo rührt etwas in mir an, was auch gerne leben will. Und deine Liebeslieder?ach, die gehen bei aller Leichtigkeit so tief. Ich hatte auch mal einen Mann, dessen Schulter ergonomisch perfekt auf meinen Kopf abgestimmt war. Er hat diese Welt schon verlassen, aber wenn ich "bei dir heute Nacht" höre, spüre ich das Gefühl noch mal. Danke für dieses Lied.
Und auch die politischen Lieder machen mich froh. Ich freue mich, das auch in der Generation nach mir Jemand Haltung zeigt. Oft sprichst du mir aus der Seele. Am liebsten mag ich "was, wenn doch,".So habe ich immer gelebt.
Und zu den Lebensmustern, die du so freimütig ansprichst. Schönen Gruß aus der Zukunft: man kann ihnen entkommen. Den ersten Schritt hast du ja schon gemacht, du hast sie erkannt. Schritt 2: Leg eine Pause ein zwischen Reiz und Reaktion. Einfach 3 mal atmen?.und nachdenken: wie will ich jetzt antworten. Oder brauch ich gerade erst mal ne Sortierpause. Dann kannst du entscheiden, ob du einen neuen Weg gehen willst. Ich wünsche dir gute Ideen für das Ende des neuen Liedes und warte gespannt darauf.
Lieber Bodo, danke für deine Kunst und das du bist, wie du bist und die Dinge so tust, wie du sie tust.
Liebe Grüße von der alten Martina aus dem Schrebergarten


Bodo und sein Team schreiben dazu:

Hallo Martina,
vielen Dank für Deine Worte. Leider kann Bodo nicht persönlich antworten, aber er schaut regelmäßig ins Gästebuch und wird Deine Zeilen sicherlich lesen. Vg Tanja