#15501

Am 29.11.24 schrieb

Gilles Mebes

Ich höre mir gerade das Interview bei "Hotel Matzke" mit Bodo Wartke an und bin beeindruckt von seiner Lebensgeschichte, die meiner recht ähnlich ist. Also aufgewachsen mit vom Krieg verheerten Eltern, die Demütigung und Gewalt als Erziehungsmethoden wählten. Im Interview kam B.W. auf ein Lied über Muster zu sprechen: Eines meiner Lieblingsthemen. Jedes Kind kann eines besonders gut: Sich an die Verhältnisse anzupassen, in denen es aufwächst. Das ist seine Überlebensgarantie. Dabei erlernt es die Muster, welche die Erwachsenen vorleben bzw. die es fürs Überleben braucht: Muster der Wahrnehmung, der Interpretation, des Denkens, des Verhaltens, der ubewussten Reflexe. Überlebt das Kind und wird erwachsen, dann sind diese Muster ein Erfolgsmodell - denn es hat überlebt. Sind diese Muster disfunktional und so degeniert wie die Umgebung, in der sie erlernt wurden, dann führen sie notwendigerweise zum Konflikt mit der Umwelt, die das Kind in der weiteren Umgebung erkundet, sobald es den engen Kreis der Familie verlässt. Dann wird es ständig in Konflikt geraten in der Schule, mit Leuten anderen Schlages und anderer Prägung, mit dem Gesetz etc.

Warum ist es so schwer, diese Muster zu erkennen und sogar zu überwinden? Weil sie die eigene Persönlichkeit ausmachen. Das Kind erfährt sich selbst wie durch das Echolot einer Fledermaus, die nicht sehen kann, stattdessen ein Abbild der Umgebung durch Schallwellen erstellt. Für die Fledermaus wie für das Kind entsteht eine negative Form des Lebensraums, worin es sich selbst identifiziert. Allerdings ist sind stark eingeschränkten Lebensräumen eben nur diese zu erfassen, nicht aber das Subjekt, das sich darin bewegt. Davon entsteht kein Abbild; so bleibt es für sich selbst ein unbekanntes Objekt und wird nie zu einem sich selbst bewussten Subjekt.
Ändert sich dieser Raum und kann vom Echolot nicht mehr erfasst werden, verliert es die Orientierung und das Selbstgefühl.

Immerhin gibt dieser Raum, so defizitär und rudimentär er gestaltet sein mag, doch ein Abbild dessen, dass und was man darin ist. Ein Beweis der eigenen Existenz. Außerhalb ist man nichts, nur noch ein Mensch, der im Vergleich zu anderen von Defiziten und Mängeln behaftet ist. Jene Identität schenkt also immerhin eine Art von Fäulniswärme dadurch, dass man sich darin auskennt und weiß, dass man dort hingehört. Von daher ist es auch sehr schwer, sich in jemand anderen zu verwandeln, weil man jede Sicherheit dabei verliert, sich auf nichts mehr verlassen kann, schon gar nicht auf die eigenen Muster.

Ich erlebe es an mir wie an Kindern, mit denen ich als Betreuer arbeite: Ich wie sie können Lob und Anerkennung nur sehr schwer annehmen, da sie ständig das Gegenteil gewohnt sind und sich selbst eine Identität aufgebaut haben, die auf negativer Resonanz beruht. Sie brauchen die positive so dringend wie jeder andere, doch diese zeigt ja, als Echolotbild, eine sehr andere Gestalt als die, die man von sich zu kennen scheint. Also muss diese positive Resonanz bald wieder in eine negative umgewandelt werden, indem man sich entsprechend verhält. So bestätigt sich die beschädigte Seele ihr Dasein, ihr Selbstbild, indem sie die Hand wegschlägt, die Wärme, Hilfe, Anteilnahme bietet.
nO.


#15499

Am 18.11.24 schrieb

Merete Rasmussen

Anfrage zur Genehmigung der Nutzung von einem Songtextauszug für den Deutschunterricht.
Mein Name ist Merete Rasmussen und ich bin Lehrerin/Autorin für die deutsche Sprache in Dänemark. Ich wende mich an Sie mit der Bitte um Genehmigung zur Verwendung von einem Textauszug von Barbaras Rhabarber. Der Auszug wird in einem Buch gedruckt und wird veröffentlicht.Ich bin mir der Bedeutung von Urheberrechten bewusst. Selbstverständlich werde ich alle notwendigen Quellenangaben machen und die Inhalte ausschliesslich für pädagogische Zwecke verwenden. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten ob es möglich ist einen Auszug aufzunehmen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Vielen Dank für Ihre Zeit und Unterstützung. Ich freue mich auf Ihre positive Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüssen
Merete Rasmussen
Nitivej 12, DK 2000 Frederiksberg

Bodo und sein Team schreiben dazu:

Hallo Merete,
wir melden uns per Mail bei Dir. Vg Tanja


#15498

Am 17.11.24 schrieb

Matthias Bochow

Lieber Bodo, mit Spannung warte ich auf die Veröffentlichung deines neuen Albums Wunderpunkte?
Steht schon fest, wann es bei Spotify und Co zu hören sein wird?
Herzliche Grüße,
Matthias


#15497

Am 15.11.24 schrieb

Jan Herrmann

Hallo Tanja,

ich habe 3 Karten für den 5.12.24 im Admiralspalast gekauft über Eventim. Leider sind die Karten beim Umzug wohl verloren gegangen. Laut Eventim ist ein Nachdruck gesetzlich nicht erlaubt. Hast du eine Möglichkeit was wir jetzt noch tun können?
Ich habe die Rechnung wo sogar die Sitzplätze drauf stehen, aber das wird ja beim Einlass nicht ausreichen.... Vielen Dank vorab, auch wenn du nicht helfen kannst.
Wir werden weiter suchen und hoffen das sie vielleicht ja doch noch auftauchen.
Liebe Grüße
Jan

Bodo und sein Team schreiben dazu:

Hallo Jan,
ich suche Dir den richtigen Ansprechpartner raus und melde mich bei Dir per Mail. Vg Tanja