#15724

Am 09.05.26 schrieb

Frank Wiedmann

Ich habe gerade zufällig das Lied "Einmal im Mai" von Georg Kreisler entdeckt. Ob das wohl eine Inspiration für 1-2-3 war?

Bodo und sein Team schreiben dazu:

Hallo Frank,
das weiß ich leider nicht. Bodo schätzt Georg Kreisler, er verarbeitet allerdings meist seine eigenen Ideen. Vg Tanja


#15723

Am 03.05.26 schrieb

Cyndia

Ich möchte Bezug nehmen auf den Beitrag von Peter Nüssle vom 2.Mai:

Hallo Herr Nüssle. Ihren Beitrag finde ich sehr interessant. Ich bin seit Jahrzehnten sehr begeistert von Bodos Bühnenkunst, aber mit "Ein Tag ohne" hatte ich von Anfang an große Schwierigkeiten. Mit "Mansplaining" komischerweise nicht. Die beiden Lieder unterscheiden sich für mich nochmal. Meinem 15jährigen Sohn ging es im Konzert von Bodo genau wie Ihnen. Er war schockiert, dass da ein Mann auf der Bühne sitzt und sowas singt. Es widerspricht seinen Erfahrungen und seiner Lebenswelt, dass Mädchen/Frauen irgendwie benachteiligt sein sollen und beschützt werden müssen vor Jungen/Männern . In unserem Bildungssystem müssen eher die Jungen gucken, wo sie bleiben. Das glaube ich tatsächlich auch. Ich hatte auf der Rückfahrt vom Konzert im Auto ein sehr interessantes Gespräch mit ihm über das Thema.

Mein Punkt ist: Man muss doch auch nicht immer einer Meinung sein.

Für mich funktioniert es ganz gut, mir einerseits darüber klar zu sein, dass ich offensichtlich bei manchen Themen eine andere Meinung habe als Bodo (Das bedingungslose Grundeinkommen ist noch so ein Punkt, über den wir vermutlich heiß diskutieren könnten:-)), aber andererseits trotzdem begeistert zu sein von seiner Bühnenkunst und seinem Talent. "Ein Tag ohne" überspringe ich einfach immer, wenn ich das Album "Wunderpunkt" höre, und habe an allen anderen Liedern auf dem Album meine Freude.

Herzliche Grüße

Cyndia Waldenburg



Bodo und sein Team schreiben dazu:

Liebe Cyndia,
vielen Dank für Deinen Eintrag. Wie schön, dass es nach dem Konzert zum Gespräch und zum Austausch mit Deinem Sohn kam und dass Du diese Erfahrung mit uns teilst. Genau so sind die Lieder von Bodo gemeint: als Impuls.
Es freut uns, wenn die Lebensrealität Deines Sohnes kein solches männliches Verhalten beinhaltet. Gleichwohl ist es die Realität von Frauen. Auch von jungen Frauen, denn das Lied "Ein Tag ohne" gibt eins zu eins die Antworten auf die von ihm besungenen Fragen aus einer Online-Umfrage wieder.
Leider. Noch. Aber wir sind alle zuversichtlich, dass sich das ändern wird!
Schöne Grüße aus dem Reimkultur Team


#15722

Am 02.05.26 schrieb

Stefan H

Lieber Herr Wartke,
Ich hatte das Vergnügen in Tempodrom, Berlin Ihr Programm zu sehen.

Es hat mir gut gefallen, sie erwarten das Aber und hier ist es:

Der Sound war durchaus mäßig... ich kenne die Texte oft, aber meine Söhne und meine sehr begeisterungsfähige, aber auf deutliche Aussprache angewiesene chinesische Lebensgefährtin hatten Probleme.
Der Sound war nuschelig und verwaschen - das wsr schade. Alles Gute für Sie, MfG

Bodo und sein Team schreiben dazu:

Hallo Stefan,
danke für das Feedback. Das gebe ich gerne weiter. Vg Tanja


#15721

Am 02.05.26 schrieb

Peter Nüssle

Sehr geehrter Herr Wartke, sehr geehrte Frau Tanja,

als mir eine Freundin die Karten für Ihr Programm am 27.04.2026 im Tempodrom schenkte, war ich überrascht, da ich den Namen Wartke noch nie gehört hatte. Ich habe mich bei den ersten Nummern köstlich amüsiert und es hat mir gut gefallen. Aber dann, als die drei Männer- Hasser-Nummern kamen, war ich schockiert und sehr befremdet. Woher kommt dieser Anti-Männer-Sexismus, dieses Verbreiten tumbester, dumpfer und blödsinnigster Stereotype über "den Mann"? Kann man mit solchem Hass und und Hetze gegen ein Geschlecht noch punkten? Solche Nummern mit plattesten Plattitüden und dumpfen Vorurteilen gegenüber z.B. Frauen, Schwarze, Moslems oder Schwule würden Sie niemals machen. Warum machen Sie da bei Männern eine Ausnahme? Ich schreibe sonst solche Mails nicht und bin auch nicht bei den asozialen Hetzwerken. Aber selbst nach 2 bis 3 Tagen hat sich meine Empörung und Betroffenheit nicht gelegt - und das ist selten. Wieso beleidigen und diskriminieren Sie so pauschal eine ganze Menschengruppe? Solche gruppenbezogene Menschenfeindlichleit ist eigentlich etwas für Rechtsradikale. Und ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Sie mit solchen Hetztiraden die gesellschaftliche Polarisierung fördern- und auch die AfD, die angesichts solcher rot- grüner Anti- Männertiraden und eines solchen toxischen Feminismus zur Männerpartei werden - aus Notwehr? Ich bedauere sehr, dass ich an dem Abend Ihr Programm gesehen habe, denn es hat mich sehr deprimiert. Wieso bleiben Sie nicht einfach bei Ihren witzigen Sprachspielen? Vielleicht können Sie ja Ihre letzte Nummer "Überwinden" anpassen in dem Sinne: Wir überwinden auch den toxischen Männerhass und geschlechtsspezifische dumpfe Plattitüden und Stereotypen ....

Vielleicht können Sie mir antworten, denn ich krieg es einfach nicht auf die Reihe, dass Sie ansonsten gegen Diskriminierung etc. sind, dann aber in Ihrem Programm solche dumpfen Geschlechts-Stereotypen raushauhen....

Mit freundlichen Gruß P. Nüssle

Bodo und sein Team schreiben dazu:

Sehr geehrter Herr Nüssle,
danke für Ihre Nachricht.
Die von Ihnen genannten Lieder können als Impuls verstanden und genutzt werden, um sich mit diesen Themen zu beschäftigen oder darüber mit anderen in den Austausch zu gehen. Sie sind Angebote und erheben sicher nicht den Anspruch auf die "Wahrheit", aber sie beruhen auf existierenden Lebensrealitäten.
Herr Wartke greift in "Ein Tag ohne" eine Online-Umfrage auf, in der Frauen und Männer befragt wurden, was sie tun würden, wenn die Welt für einen Tag ohne Männer bzw. Frauen wären. Die Antworten sind eins zu eins Inhalt dieses Liedes, nur in Reimform.
"Mansplaining" beruht auf der Beschäftigung mit Fee Brembecks wissenschaftlich fundiertem Sachbuch „Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann! Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben“. Es ist gespickt mit Quellenangaben zu etlichen Studien aus diesem Gebiet.
Insofern ist das Lied alles andere als eine "Hetztirade" - ganz abgesehen davon, dass es eine Satire ist. Der besondere Clou besteht darin, dass Herr Wartke für diese Satire nichts überspitzen musste, weil all das, was er beschreibt, eben genau so passiert. Genau so wenig pauschaliert Herr Wartke hier, denn er spricht ausdrücklich aus der Position eines einzelnen Mannes und beschreibt dessen Perspektive auf die (Männer-)Welt. Was auch immer Herr Wartke in dieser Rolle sagt, erhebt also nur in der Rolle einen "Wahrheitsanspruch". Wenn diese Aussagen dann als alle Männern meinend gehört werden, liegt das im Ohr der Hörenden.
Auch diese Erkenntnis kann ein Impuls sein.
Der Weg von diesem Lied zur AfD ist uns allerdings zu weit, da können wir nicht mithalten.
Alles Gute!
Ihr Reimkultur Team