die chronik

2012

Ist Bodo bei den Songs 2012 dabei?

"Ich habe die Entscheidung getroffen, an den Songs 2012 nicht teilzunehmen und eine Pause einzulegen. Sechsmal in Folge habe ich nun moderiert und bin zudem mit eigenen Liedern aufgetreten. Bei aller Freude ist mir nun sehr bewusst geworden, wie Kräfte zehrend dieser Doppeljob ist. Ich stand mehrere Tage - von den ersten Proben bis zum letzten Auftritt - unter Strom und konnte die Songs durch diese Anspannung nicht so richtig genießen und befürchtete, dass sich diese Anspannung auf meine Bühnendarbietungen und die Moderationen auswirkt. Diese Empfindungen möchte ich nicht einfach beiseiteschieben, sondern darüber nachdenken und dazu möchte ich die Pause nutzen".

2011

25 Jahre Songs an einem Sommerabend

Zu den 25. Songs an einem Sommerabend findet Ihr hier die Fotogalerie. Und im Liedermacherforum findet Ihr stimmungsvolle Beschreibungen der 25. Songs. Schaut mal rein!

 

2009

Bei den Songs 2009 begleitete Bodo sein ganzes Büro-Team und Gernot hat einen sehr schönen Reisebericht geschrieben, den Ihr im Anschluss an diese Einleitung lesen könnt.
Bei diesen Songs  spielte Bodo mit Ein Lied ... eine Hommage an Reinhard Mey und trat gemeinsam mit Viva Voce und Sonja Firker auf. 2009 hat Bodo nur einen kurzen Bericht geschrieben, den findet Ihr gleich nach Gernots Text. Und hier ist der Link zu Warum nich'

Unser schönstes Ferienerlebnis 2009
Ein Reisebericht von Gernot Hoersch

Die Zugfahrt von Hamburg begann bereits gegen 8:30 Uhr Freitag früh. Etwas unausgeschlafen, doch voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tage und mit jeweils einem großen Fresspaket bewaffnet enterte die „Reisegruppe Reimkultur“ den ICE der Bahn. Über Hannover, Kassel und Würzburg ging es fünfeinhalb Stunden gen Süden. Die Landschaft wurde mit jedem Kilometer hügliger, die Kirchtürme bekamen zusehens Zwiebelturm-Optik und aus Städten wurden Dörfer. In Würzburg angekommen, verpassten wir natürlich unseren Anschlusszug nach Bad Staffelstein um drei Minuten. Die 1 Stunde Wartezeit, die übrigens wie Flug verging, nutzten wir um unsere Fresspakete aufzufüllen. Ich persönlich nutzte die Gelegenheit, meine erste Leberkas-Semmel zu mir zu nehmen, ein Muss für mich auf „bayerischem“ Freistaatsgebiet. Es sollte nicht meine letzte sein.

Geografischer Einschub: Im Laufe des Wochenendes wurden wir mehrfach über die Besonderheiten des fränkischen Territoriums aufgeklärt. Doch als Auswärtiger muss man dort gewesen zu sein um zu verinnerlichen, wie Unter-, Ober- und Mittelfranken zu unterscheiden sind und das dies nicht mit Bayern zu verwechseln ist. Unter keinen Umständen. Zurück zur Reise.

Über Bamberg ging es dann mit dem Regionalzug nach Bad Staffelstein im schönen Oberfranken, wo uns unsere Webfee Tanja (eine waschechte Bad Staffelsteinerin) abholte. Bereits auf dem 5 km langen Autoweg nach Banz fiel unser Blick kollektiv auf den Hügel in einiger Entfernung, auf dem das Kloster thronte. Beeindruckend oder schlicht imposant. Doch dies sollte lange nicht das einzige Beeindruckende an diesem Wochenende bleiben. Bereits die Strasse hoch zum Kloster flößte uns Flachland-Tirolern ordentlichen Respekt ein, denn sie schlängelt sich steil einige Kilometer den Hügel hinauf. Wir waren froh im Auto zu sitzen und bekamen Schweißausbrüche beim Gedanken an all die Konzertbesucher, die diesen Hügel bereits wenig später (bzw. all die ganzen Jahre) zu Fuß und mit Proviant und Decken bepackt erstiegen. All diesen Menschen zolle ich an dieser Stelle meinen absoluten Respekt!

Banz 2009 Klosterhof

Auf dem Hügel angekommen, bogen wir auf den Hof des Klosters ein - wobei man dieses Bauwerk in unseren Breiten mit Sicherheit eher als Château bezeichnen würde! Durch einen Torbogen ging es auf einen riesigen Innenhof in dessen Mitte sich ein fröhlich sprudelnder Springbrunnen befand. Dahinter erhob sich das Hauptgebäude, dass man über zwei geschwungene Treppen bzw. eine ausladende und ebenfalls geschwungene Auf- wie Abfahrtsrampe erreichen konnte. Die Größe des gesamten Komplexes ist mit „monumental“ durchaus wohlwollend umschrieben, wenn man in der Kategorie „Kloster“ denkt. Die beiden Seitenflügel umschlossen gemeinsam mit Hauptgebäude und Front den Innenhof, die Türme der Kapelle hinter dem Hauptgebäude setzten rein optisch dem majestätischen Anblick buchstäblich die Krone auf.
Nach dem Einchecken in sehr komfortable Zimmer – das Kloster wird nicht mehr von Mönchen bewohnt, sondern dient als Seminarhaus der Hanns-Seidel-Stiftung und ist topmodern ausgestattet - machten wir uns auf den Weg zur Klosterwiese gegenüber, um uns einen ersten Eindruck von den Örtlichkeiten zu verschaffen. Im Garten der Klosterstube stießen wir auf Bodo und Sven, die nach den Proben ihr gleichwohl verdientes, wie verspätetes Mittagessen einnahmen und eifrig an Bodos Moderationen arbeiteten. Um die beiden beim Arbeiten nicht allzu lange zu stören, machten wir uns dann weiter auf den Weg zur Wiese. Vorbei an einer schier endlosen Schlange von Besuchern, die auf den Einlass warteten, betraten wir das Gelände oberhalb des Klosters.

 

2008

2008 hat Reinhard Mey Bodo überrascht, er hat extra für diesen Anlass ein Lied komponiert, das Einmal im Jahr treffe ich mich mit Bodo Wartke in Banz heißt. Das hätte Bodo mal einer prophezeien sollen, dass Reinhard Mey ein Lied über ihn schreibt! Übrigens war Reinhard Mey etwas später Spezialgast bei einem "Noah"-Auftritt. Außerdem hat das GlasBlasSing Quintett Bodo mit einem wunderschönenen Arrangement zu Lalelilolu begleitet.

2007

2007 hatte Bodo neben seiner Moderatorentätigkeit auch die Gelegenheit mit tollen Kollegen aufzutreten. So begleitete er Sebastian Krämer bei seinem Lied am Flügel und sang mit Viva Voce Andrea.

2006

Zum ersten Mal moderierte Bodo die Songs an einem Sommerabend. Und er war ganz schön aufgeregt. Für die Eröffnung dichtete er sein Lied Herzlich willkommen um und bei strahlendem Wetter sang er die Banz-Spezialversion von Regen. Außerdem hatte Bodo die große Freude mit Melanie Haupt im Duett Quand même, je t'aime zu singen. Schaut einfach mal in die Videos rein!

2005

In diesem Jahr wurde eine TV-Sondersendung mit Bodo aufgezeichnet. Das Künstler-Special beleuchtete sein Klavierkabarett in Reimkultur und wurde im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.

2004

2004 hatte Bodo mit vier Liedern aus seinem Programm Achillesverse großen Erfolg auf der Klosterwiese. In diesem Jahr lernte er auch die A-cappella Boyband Viva Voce kennen, daraus entwickelten sich dann immer wieder gemeinsame Auftritte, so z.B. bei der DVD-Aufzeichnung von Noah war ein Archetyp.

 

2002

2002 trat Bodo zum ersten Mal im Hauptprogramm der Songs auf. Im Programmheft der 19. Songs wird zu seinem Auftritt folgendes vermerkt: “Ein neuer Stern in Banz erstrahlt: Bodo Wartke. Die Bemühungen, das Publikum von Zugaben abzubringen, dauern etwa 10 Minuten“.
Was Sven in der Chronik (Mit Chronik ist in diesem Falle nicht die Banz-Chronik gemeint, sondern die Chronik über die ersten 10 Jahre von Bodos Bühnenkarriere. diese Chronik ist zurzeit auf dieser Homepage nicht verfügbar) dazu geschrieben hat lest Ihr im nächsten Abschnitt. 2003 ist Bodo nicht bei den Songs aufgetreten, da er bereits andere Termine hatte, u.a. seinen dreimonatigen London-Aufenthalt.

Auszug aus der Chronik: Folge 5: 2002
Ein ganz normales Jahr (von Sven).

Unter anderem war er wieder auf Kloster Banz beim "Songs"-Open Air dabei. Diesmal spielte er im Hauptprogramm, was von den Veranstaltern als eine Art Wiedergutmachung für das Fiasko im Jahr zuvor gemeint war. Bodo "räumte ziemlich ab", wie er sagt. Die Leute gerieten komplett aus dem Häuschen, sie wollten unbedingt eine Zugabe haben. Doch das Fernsehen wollte den Zeitplan einhalten und bat sie zur Ruhe. Die wiederum ließen sich das nicht gefallen und von da an geriet die Situation außer Kontrolle. Die Moderatorin konnte die folgende Künstlerin nicht ansagen, weil die Rufe und Pfiffe zu laut waren, und ging wieder von der Bühne. Nach Minuten der Ratlosigkeit sprach dann der Regisseur über die Lautsprecheranlage ein Machtwort. Doch das brachte die Zuschauer nur momentan zur Ruhe, ab da wurde bei jedem Künstler wieder lautstark nach "Bodo! Bodo! Bodo!" gerufen. Die Veranstalter sahen sich veranlasst, Bodo für den zweiten Abend ans Ende der Show zu setzen, damit das nicht nochmal passieren konnte.

Wir dachten, "hätten sie ihn doch eine Zugabe spielen lassen, es wäre viel schneller vorbei gewesen und hätte viel weniger Unmut verursacht". Es missfiel uns vor allem, dass das Publikum hier als so eine Art "Klatschvieh" missbraucht wurde: "Seid gut drauf, applaudiert, aber haltet ansonsten den Mund". Wieder hinterließ diese Veranstaltung viel Skepsis in uns. Und doch kamen wir später wieder.

 
Bodo und Sven warten in Banz

Wir hatten eine Woche in dem luxuriösen Kloster verbracht (inkl. Sauna und Dampfbad), hatten bei schönem Wetter viel Zeit mit Spaziergängen verbracht, hatten viele Künstlerkollegen kennengelernt und nun das: ein voller Erfolg! Danach dachte ich, alles wäre klar, also bin ich noch vor dem zweiten Auftritt am Samstag nach Hause gefahren. Das war ein Fehler, doch das erkannte ich erst, als mich am Samstagabend ein völlig aufgelöster Bodo anrief, um mir Folgendes zu berichten

An diesem Abend hatte es kurz nach dem Vorprogramm sehr stark zu regnen angefangen. Das tut es auf Banz und vor allem während der Konzerte gerne mal – scheinbar hatten wir am Freitag großes Glück gehabt, das es nicht geschah. Die Wiese weichte auf, die Leute kamen unglaublich schlecht drauf, die Musikdarbietungen mussten – schon um die Instrumente auf der nicht überdachten Bühne nicht in Gefahr zu bringen – abgebrochen werden. Den Veranstaltern war Bodo am Vortag allerdings ebenso positiv aufgefallen wie dem Publikum, und so glaubten sie allen Ernstes, er wäre nun ihre Rettung. Sie schickten ihn auf die Bühne, um eines seiner Gedichte vorzutragen, schließlich konnte dabei kein Instrument Schaden nehmen. An den Künstler, der in so einer Situation durchaus Schaden nehmen kann, dachte leider niemand.

Er entschied sich für Ödipus, das Witzigste, was er im Repertoire hatte. Zudem spielt dabei das Publikum so stark mit; er dachte, dass wäre ein Clou. Doch es funktionierte überhaupt nicht. Ein Publikum, das für "Songs" kommt, hat naturgemäß nicht unbedingt Sinn für Klamauktheater. Schon gar nicht, wenn es nass ist und friert. Noch nie – und danach auch nie wieder – ist Bodo für diese Nummer ausgebuht und schließlich von der Bühne gejagt worden.

Nach diesem Auftritt war er schockiert. Die Veranstalter hatten ihn verheizt. Und wir schworen uns: Nie wieder Banz! Heute wissen wir es besser: in wenigen Tagen wird Bodo die 20. Ausgabe der Songs sogar selbst moderieren.