Die GEMA, mal wieder ...

... es bleibt schwierig!

Das Thema Urheberrecht und GEMA ist nach wie vor in aller Munde. Wir möchten die für Donnerstag, den 6. September angekündigten Demonstrationen zum Anlass nehmen, um ein paar Informationen zusammenzustellen.

Das Thema GEMA betrifft uns als Reimkultur Musikverlag ebenso wie Bodo als Künstler. Wir verlegen Bodos Lieder und vertreten ihn in allen Urheberrechtsfragen und nutzen dazu auch die Struktur der GEMA. Die GEMA wiederum macht Sachen, wie diese höchst fragwürdige Tarifreform und veröffentlicht, dass sie das im Namen ihrer Mitglieder täte, aber nicht in unserem!

An fast allen GEMA-Standorten und weiteren deutschen Städten wird zu Demonstrationen gegen die Tarifreform aufgerufen, so in Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart.

Der Hauptveranstalter des Anti-GEMA-Tages am 06.09. (Hamburg 22.9.!) ist das Aktionsbündnis Kultur-retten.de. Dieses Bündnis aus Veranstaltern, Klubbetreibern, DJs, Event-Agenturen, Musikern, Tanzschulen, Tänzern, Verbänden und Musikbegeisterten aus ganz Deutschland bietet auf seiner Website viele Informationen rund um die Tarifreform und den Aktionstag. Direkt zu den zentralen Forderungen des Bündnisses zur Reform von Tarifen und Struktur der GEMA geht es hier.

Unter der Überschrift "Gegen die Tarifreform 2013 - GEMA verliert das Augenmaß" liegt derzeit eine Petition aus, auch online.
Die Pro-und-Contra-Debatte zur Petition ist zwar nicht immer sachlich, aber lesenswert.

Die GEMA informiert zu ihrer Reform hier. Auf dieser Seite liegt auch das PDF "Tarifreform: Die wichtigsten Fakten im Überblick " bereit. Darin wird auch zur Frage "Warum reagieren die Diskotheken- und Clubbetreiber so massiv?" aus Sicht der GEMA argumentiert.

Beide Seiten unterschlagen in ihren Darstellungen aber wichtige Aspekte. Das Aktionsbündnis tut so, als beträfe die Tarifreform alle und würde alle schlechterstellen und die GEMA lässt einfach die geplanten Sonderregelungen im Kleingedruckten der eigenen Reform unerwähnt - keine gute Basis für eine sachliche Auseinandersetzung. Deshalb fordern wir Euch auf, überlegt und bildet Euch Eure eigene Meinung!